4. Februar 2010
Das geschäftsführende Vorstandsmitglied des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern, Jan Peter Schröder, hat die Initiative von Ministerpräsident Roland Koch zur Neuorganisation der sogenannten Jobcenter nachdrücklich begrüßt.
„Alle Experten sind sich darüber einig, dass die 2005 erfolgte Zusammenführung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe sinnvoll ist. Die jetzt vom Bundesarbeitsministerium beabsichtigte Zerschlagung sollte daher verhindert werden. Schon jetzt ist den Menschen kaum zu vermitteln, wer für welche Aufgabe zuständig ist“, so Schröder. Auf Grund der bisherigen Erfahrungen in der Zusammenarbeit in den ARGEn und den positiven – wissenschaftlich belegten Erfolgen der Optionskommune würden sechs weitere Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern das Optionsmodell wählen, wenn die gesetzliche Möglichkeit bestünde.
Die Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern unterstützen daher die vorliegenden Überlegungen einer Verfassungsänderung um – bei gleichzeitiger Verankerung des Optionsmodells - die gemeinsame Aufgabenwahrnehmung von Bundesagentur und Kommunen in den Jobcentern auch künftig zu gewährleisten.
„Die Landkreise haben bewiesen, dass sie dieser Aufgabe gewachsen sind. Auch für die Landkreise, die nicht optieren können, muss im weiteren Verfahren sichergestellt sein, dass die derzeit praktizierte bürgernahe Betreuung von Langzeitarbeitslosen Menschen durch kommunale Gestaltungsspielräume erfolgreich fortgeführt werden kann“, so Schröder. Die vorgesehene getrennte Aufgabenwahrnehmung ist aus Sicht der Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern nicht nur mit einem unverhältnismäßigen Organisationsaufwand für die Umstellung, sondern auch mit jährlichen Folgekosten in Millionenhöhe verbunden. Dies ist in Anbetracht der Wirtschaftskrise und aus Sicht der betroffenen Menschen in keiner Weise akzeptabel.
Für Rückfragen steht Ihnen das Geschäftsführende Vorstandsmitglied, Jan Peter Schröder, telefonisch zur Verfügung (0172/5477613).