2. November 2011
Vor dem heutigen Treffen mit der Bundesarbeitsministerin zum Bildungs- und Teilhabepaket hat der Deutsche Landkreistag Zahlen aus einer aktuellen Umfrage über die Inanspruchnahme der neuen Leistungen in den Landkreisen mitgeteilt. Die Inanspruchnahme der Leistungen hat demnach nach den Sommerferien noch einmal spürbar angezogen. Mittlerweile haben in Mecklenburg-Vorpommern rd. 48 % der Hartz IV-Kinder Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket nachgefragt, im Bundesdurchschnitt sind es 44 %. In Wohngeldhaushalten liegt die Quote derzeit bei 47,8 %; bei den zahlenmäßig wenigen Kindern in der Sozialhilfe sogar bei 60 % und somit um 9 %-Punkte höher als im restlichen Teil Deutschlands (51 %).
Insgesamt haben in Mecklenburg-Vorpommern rd. 84.000 Kinder in diesen drei Bereichen gut 40.000 Leistungen beantragt, was einer Gesamtquote von 47,6 % entspricht und um 2,6 % über dem Schnitt der anderen Bundesländer. Dies ist auf die verstärkten Bemühungen der Landkreise zurückzuführen, liegt etwa über Schulkonferenzen, Gespräche mit Kitas, Runde Tische mit Vereinen etc. Vor allem nachgefragt werden Zuschüsse zum Schulessen, zu Schulausflügen und Klassenfahrten sowie Vereinsbeiträge. Weil die Schülerbeförderung in Mecklenburg-Vorpommern grundsätzlich kostenfrei ist, spielt Schülerbeförderung auch eine untergeordnete Rolle. Es lässt sich eine positive Entwicklung bei der Umsetzung, aber auch bei der Akzeptanz des Bildungspakets für Mecklenburg-Vorpommern erkennen. Die Landkreise werden weiter bei den Begünstigten für die Inanspruchnahme der Leistungen werben.
Für Rückfragen steht Ihnen der Geschäftsführer des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern, Jan Peter Schröder (0385/3031-300; 0172/5477613) zur Verfügung.